Gemeinsamer Unterricht

 

Die Josefschule ist eine Schwerpunktschule für den Gemeinsamen Unterricht. Seit vielen Jahren werden in unserer Schule Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen und gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern unterrichtet.

Sonderpädagogische Förderung im Gemeinsamen Unterricht soll das Recht der von Behinderung bedrohten Kinder auf eine ihren Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung und Erziehung in einer Regelschule verwirklichen. Sie unterstützt und begleitet diese Kinder mit individuellen Hilfen.

 

Im Gemeinsamen Unterricht haben die Kinder die Möglichkeit, miteinander zu spielen und zu arbeiten und auf diese Weise voneinander zu lernen.

Der Gemeinsame Unterricht fördert damit bedeutsame erzieherische Aspekte und unterstützt soziale Kontakte außerhalb der Schule (wohnortnahe Integration).

 

Eine wichtige Grundlage im Gemeinsamen Unterricht ist die abgestimmte Zusammenarbeit der beteiligten Lehr- und Fachkräfte sowie eine intensive, vertrauensvolle Kooperation zwischen den Erziehungsberechtigten und der Schule.

Um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder einzugehen, arbeiten Grundschul- und Sonderpädagogen eng zusammen. Dies geschieht in Form von Teamarbeit in einem Teil der Unterrichtszeit sowie ergänzend im Angebot von Kleingruppen- und Einzelförderung. Die Kinder erhalten differenzierte, ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeitsmaterialien und Aufgabenstellungen.

 

Da die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf selbstverständlich auch die OGS oder Betreuung besuchen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und OGS bzw. Betreuung unerlässlich. Elternberatung und die Kooperation mit anderen Institutionen bilden weitere Eckpunkte unserer integrativen Förderarbeit.

 

Wir bemühen uns, in jedem Jahrgang Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufzunehmen, also eine Klasse mit Gemeinsamem Unterricht einzurichten und diese zahlenmäßig kleiner zu halten. Sollten aufgrund der Anmeldezahlen nur zwei erste Klassen gebildet werden können, kann es jedoch auch in der sogenannten Integrationsklasse zu einer höheren Klassenstärke von bis zu 25 Kindern kommen.

 

Wird der sonderpädagogische Förderbedarf bei einem Kind aufgehoben oder findet ein Förderortwechsel statt, z.B. nach der 4. Klasse, können erneut Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen werden.

Einige Kinder werden vom ersten Schuljahr an integrativ beschult, wenn schon bei der Einschulung sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde.

Bei anderen Kindern stellt sich u. U. im Verlauf der ersten oder zweiten Klasse heraus, dass sie sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Ist dieser in einem pädagogischen Gutachten überprüft und vom Schulamt beschieden worden, verbleibt das Kind, wenn von den Eltern gewünscht, möglichst bei uns an der Schule.

Kein Kind soll mehr gegen seinen und den Willen der Eltern an eine Förderschule überwiesen werden.

Es kann allerdings sein, dass es dann in die Integrationsklasse des Jahrgangs oder in die des darunter liegenden  Jahrgangs wechselt.

 

Es ist unser Bestreben, möglichst mehrere Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Klasse zu fördern, um so die Förderstunden zu bündeln, sodass bei jedem Integrationskind „mehr" Stunden ankommen, da die Anzahl der Stunden mit Doppelbesetzung sich entsprechend erhöht.

 

Je nach Klassengröße und Sozialstruktur einer Klasse können bis zu 5 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen werden.

In jeder Klasse gibt es neben diesen Kindern weitere Kinder, die eine zusätzliche pädagogische Förderung benötigen. Daher muss die Belastbarkeit der Klasse und der Klassenlehrerin im Auge behalten werden. Auch diese Kinder profitieren von der sonderpädagogischen Förderung, bzw. dem Zwei-Pädagogen-Unterricht oder auch der Kleingruppenförderung.

 

Wir sind grundsätzlich offen für Kinder, die aus der Förderschule zurückgeschult werden. Diese Kinder besuchen zunächst im Rahmen eines sogenannten Förderortpraktikums die vorgesehene Klasse, um beobachten zu können, ob sie von ihrem Entwicklungsstand her in die neue  Lerngruppe passen. Je nach Einschätzung verbleiben sie dann mit oder ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in der Grundschulklasse.

Auf diese Weise kann eine Integrationsklasse, die z.B. mit einem Förderschüler gestartet hat, später weitere Integrationskinder beschulen.

 

Bei uns an der Schule werden z. Z. Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung und ein Kind mit Asperger Autismus beschult. Ein Kind mit dem Förderschwerpunkt  Sehen und ein Kind mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation werden z. Z. ebenfalls integrativ beschult und von einer Kollegin der Förderschule Sehen, bzw. Hören und Kommunikation aus Köln betreut.

Wir achten  möglichst auf eine Mischung, bzw. Ausgewogenheit der Förderschwerpunkte bei den Integrationskindern einer Klasse, um die Balance in der Klasse zu halten.

 

 

Aktuelles

Wir begrüßen den neuen Schulleiter Herrn Zuber ganz herzlich an der Josefschule!

 


Wir bedanken uns bei dem Förderverein der Josefschule für die finanzielle  Unterstützung dieser Homepage!